Aktuelles

07.05.2025

Wachstum als Zwang?

Wachstum ist im Oberland weder notwendig noch sinnvoll. Im Gegenteil - es ent- fernt uns immer weiter von einer nachhaltigen Regionalentwicklung und bringt zu- nehmenden Dichtestress sowie immer höhere Infrastrukturkosten. Aufgabe einer verantwortungsvollen Raumplanung ist es heute, Stagnationsphasen und Schrump- fungsprozesse einzuleiten und zu moderieren. Pro Oberland fordert deshalb eine Abkehr vom jahrzehntelangen Vorsichhinwursteln und die Hinwendung zu einer strategisch angelegten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Raumplanung.

Ja, es wird viel diskutiert über die Entwicklungin den Oberländer Gemeinden. Das Phänomen Wachstum allerdings erfährt eie seltsame Diskussionsverweigerung, und das sowohl in Uster als auch in Wetzikon und Hinwil. Hier laufen gerade wichtige Ortsplanungsrevisionen. Das Bevölkerungs- und Siedlungswachstum wird dabei nicht nur als naturgegeben, sondern gar als Zwangsrahmenbedingung akzeptiert und vorausgesetzt. Da- bei haben alle Gemeinden im Zürcher Oberland die aktuellen «Grenzen des Wachstums» längst überschritten und leben seit Jahrzehnten auf Kosten anderer Regionen und der künftigen Generationen.

Um das nur an einem Beispiel zu illustrieren: Um einen Menschen übers Jahr zu ernähren benötigen wir unter den aktuellen Bedingungen etwa 3’000 m2 Landwirtschaftsland. In Uster stehen dafür 300 m2 pro Einwohner, in Wetzikon 210 m2 und in Hinwil knapp 900 m2 zur Verfügung. Im kantonalen Durchschnitt liegen wir bei 400 m2 pro Person und auch schweizweit nur bei knapp 1’200 m2. Im Jahr 2050 dürften es dann nur noch 900 m2 sein. Wir sind also ganz wesentlich und immer stärker auf Importe aus dem Ausland an- gewiesen. Nun schwinden aber auch global die Landwirtschaftsflächen und mit der Klimaerwärmung sinken die Ernteerträge. Eine sichere Versorgung wird also trotz noch hoher Kaufkraft ungewisser.

Die Schweiz als rohstoffarmes Land ist auch für andere existenzielle Zwecke auf das Aus- land angewiesen. Deshalb muss die Frage, ob ein weiteres Wachstum des Bedarfs so ohne weiteres möglich ist, intensiv diskutiert werden. Und zwar ganz am Anfang der raumplanerischen Diskussion.

Pro Oberland wendet sich gegen die unkritische Übernahme veralteter Vorstellungen in der Ortsplanung. Statt dessen sollen zuerst die Kriterien einer nachhaltigen Regionalentwicklung eruiert und als Rahmenbedingungen für die Ortsplanungen gesetzt werden. Der Sprecher der Vereinigung, Uwe Scheibler, fasst zusammen: «Wer weiterhin von „qualitativem Wachstum“ faselt, der gefährdet unsere Lebensqualität und die Zukunft der nächsten Generationen.»

Medienmitteilung vom07.05.2025

Aktuelles

18.02.2026

betreffend Flughafen Zürich
Verfahren zur Genehmigung einer Änderung des Betriebsreglements
(Betriebsreglementsänderung
2014/2017 [BR 2014/2017])
Einsprache vom 12.02.2026 (pdf)

07.05.2025

Wachstum ist im Oberland weder notwendig noch sinnvoll. Im Gegenteil - es ent- fernt uns immer weiter von einer nachhaltigen Regionalentwicklung und bringt zu- nehmenden Dichtestress sowie immer höhere Infrastrukturkosten. Aufgabe einer verantwortungsvollen Raumplanung ist es heute, Stagnationsphasen und Schrump- fungsprozesse einzuleiten und zu moderieren. Pro Oberland fordert deshalb eine Abkehr vom jahrzehntelangen Vorsichhinwursteln und die Hinwendung zu einer strategisch angelegten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Raumplanung.

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